Freak, bike, Ausgabe März 2005
Während manch andere Hersteller krampfhaft versuchen, ein bestehendes Rahmenkonzept an den neuen Trend „Long Travel Enduro“ anzupassen, schneidern die Fusion-Designer kurzerhand ein Chassis nach Maß – abgestimmt auf den Einsatzbereich und die Maße der neuen Gabeln. Das spürt man schon auf den ersten Metern: Das Bike wirkt schlüssig, die Geometrie passt, ohne dass man irgendetwas verstellen müsste. Jedes Anbauteil sitzt dort, wo man es sich wünscht. All das bewirkt, dass Bike und Fahrer zu einer Einheit verschmelzen. Von der Charakteristik ist das „Freak“ der absolute Kurvenkünstler unter den Enduros – der knappe Radstand und die kurzen Kettenstreben machen’s möglich. Aber auch auf schnellen Kursen liegt das „Freak“ satt auf der Piste und lässt sich punktgenau steuern – ein Zeichen für hohe Rahmensteifigkeit, das belegt auch der Prüfstandtest. Trotz des knappen Federwegs und eines defekten Dämpfers (kaum wirksame Zugstufe) hat das „Freak“ bergab nur einen ernsthaften Gegner: das Specialized „Enduro“. Abstriche gibt es nur bergauf: Der Dämpfer ohne Plattform wippt spürbar. Außerdem sitzt man relativ weit hinten, an steilen Rampen fehlt der Druck auf der Front. Dieses Manko bügelt jedoch die “U-Turn“-Gabel wieder aus. Schade, durch den defekten Dämpfer verspielt das Fusion ein „super“.
Fazit: Das „Freak“ fühlt sich fast überall wohl: auf ruppigen Gardasee-Trail, auf der gemütlichen Hausrunde und im Bikepark. Es ist ein Singletrail- und Downhill-Genie, leichte Abstriche macht man nur bergauf.
Bike-Urteil: Sehr Gut!
Freak, Mountain Bike, Ausgabe Oktober 2004
Ebenfalls schon einen Dual-Worldcup hat das neue Freak von fusion unter Guido Tschugg gewonnen. Dabei definiert das Hessen-Bike auf den Punkt, was Enduro im Jahre 2005 bedeutet. Trotz Gusset-gespicktem Rahmen und grundsolider Ausstattung drückt es nur 14 Kilo auf die Waage. Viel weniger als noch vor wenigen Jahren jeder Freerider mit vergleichbaren Federwegen.
Den Unterschied zu älteren 15-Zentimeter-Bikes macht ganz klar das Fahrwerk: Durch die per U-Turn absenkbare Gabel und den sensationellen Float-Link-Hinterbau kommt das Freak ausgesprochen genehm jeden Berg hoch. Sicherlich verbieten die recht aufrechte Sitzposition oder das Gewicht Vergleiche zu einem klassischen Tourenbike, dafür fährt so ein Enduro jedem Freerider spielend davon.
Die neuen langhubigen Enduros wie das Freak wollen unbedingt in die Alpen - entspannt pedaliert man gern auch ein paar hundert Höhenmeter mehr hinauf, um sich oben von uneingeschränktem Downhill-Spaß belohnen zu lassen. Ganz klar, Bikes wie das Freak spielen erst auf alpinen Spielwiesen ihr volles Potenzial aus. Fürs heimische Mittelgebirge sind sie dagegen schon leicht übermotorisiert, Enduro-Hype hin oder her.
Fazit: fusion definiert Enduro-Biken kommende Saison mit knapp 150 mm Federweg und kompakter Sitzposition. Der stabile Rahmen steht auch Dual-Einsätze durch, der absolut neutrale Hinterbau setzt nach wie vor Maßstäbe.
Freak, bike, Ausgabe Oktober 2004
Mit stabilen Komponenten und massig Federweg ist das „Freak“ die Downhill-Maschine unter den Long-Travel-Enduros. Hinten bietet das Fahrwerk über 150 Millimeter Federweg, der Schwerpunkt liegt tief, man hat fast das Gefühl, im – statt auf dem Bike zu sitzen. Damit ist das Bike seinen Mitstreitern auf anspruchsvollen Bergab-Kursen um ein paar Radlängen voraus. Besonders schnelle Schotterkurven mit groben Schlägen mag das Fusion – Gabel und Dämpfer arbeiten sehr sensibel und sind niemals überfordert. Kein Wunder, denn alle Komponenten fallen bei fusion einen Tick Downhill-lastiger aus als bei Cannondale und Ghost. Trotzdem macht das „Freak“ mit seinem steifen und verhältnismäßig leichten Chassis auch bergauf eine passable Figur. Mit 14 Kilo Gesamtgewicht und einem Dämpfer ohne Pedalplattform gewinnt man keinen Marathon, aber dafür ist das „Freak“ auch nicht gebaut.
Bike-Urteil: Sehr gut!
Freak, bike sport news, Ausgabe September 2004
Der Kreis schließt sich bei Fusion. Das „Freak“ füllt die Lücke zwischen dem im Tourenbereich angesiedelten „Raid“ und dem Freerider „Whiplash“. Nun kommen auch die Enduristen in den Genuss des exzellenten „Float-Link“-Hinterbausystems. Der in Deutschland gefertigte Rahmen besticht durch allerfeinste Verarbeitung. Konstrukteur Bodo Probst setzt Frästeile nur dort ein, wo sie wirklich Sinn machen. Ausfallend, Schwingenlager und Dämpferwippe sind CNC-gefräst, sonst ist alles „rund“. Rohre sind in Sachen Stabilität-Gewichts-Verhältnis das Optimum, weshalb also Frästeile das Gewicht unnötig in die Höhe treiben würden. Das Freak bekommt so klare Linien und wirkt sehr elegant und leichtfüßig. Den Hinterbau hält das nagelneue, superleichte German-A Airforce 1 reloaded Luftfederbein im Zaum. Der Dämpfer ist in der Zugstufe justierbar und die extra zu befüllende Negativluftkammer lässt ein Tuning des Ansprechverhaltens zu. Vorne kommt Rock Shox’ neue Pike zum Zug, die mittels des Kontrollzentrums am Lenker während der Fahrt dem gegebenen Terrain angeglichen werden kann. Die restliche Ausstattung besteht aus Magura Louise Scheibenbremsen, Sram Schaltkomponenten – das X.O. Schaltwerk ist eine optische Augenweide – und leichte Laufräder mit Sun Single Track Felgen und Fusion Maniac Naben. So ergibt sich ein niedriges Gesamtgewicht von nur 13,7 Kilogramm. Und das mit 140 Millimetern Federweg an der Front und 160 im Heck. Ein Verhältnis, das zu gefallen weiß. Geringes Gewicht, gepaart mit viel Federweg, verspricht Fahrspaß ohne Grenzen. Aber genug der Technik: „Let’s get freaky!“
Das Freak ist dank der einfach zu justierenden Federelemente schnell bereit für die Trails. Hat man im Sattel Platz genommen, so fühlt man sich gleich wie zu Hause. Der kurze FSA Vorbau erzeugt eine aufrechte, entspannte Sitzposition. Wer es sportlicher haben will, lässt sich einen längeren Stem montieren, was bei Fusion durch das Baukastensystem sicher kein Problem darstellt. Die Klettereigenschaften des Freak sind auch mit dieser Ausstattung bereits sagenhaft. Auf technischen Bergaufstücken sorgt der Hinterbau durch sein seidenweiches Ansprechen für ordentlich Traktion. Auf schnellen Schotteranstiegen ist man für die antriebsneutrale Auslegung der Kinematik dankbar. Es scheint, als habe der Hinterbau eine eingebaute Traktionskontrolle, je nach Terrain hat man immer das passende Fahrwerk. Besonders ebene Wurzeltrails, auf denen Fahrwerke mit „intelligenten“ Dämpfern oft unkomfortabel wirken, spielt das „Float Link“ seine Asse aus. Kein Schlag erreicht die Wirbelsäule. Im Downhill offenbart sich das Freak als eine Fressmaschine. Genüsslich verzehrt es Schläge, die selbst Freeridebikes aus der Ruhe kommen lassen würden. Dieses steife Chassis ist über jeden Zweifel erhaben. Kritik sinnlos, so sehr wir auch nach Mängeln suchen. Das Freak gibt es bereits für 2599 Euro in der PR-Version, was wir für ein mehr als faires Angebot halten.
Fazit: Das wohl beste Enduro, das wir je im Test hatten.
Freak, Mountain Bike Revue, Ausgabe Februar/März 2005
Antriebseinflüsse unterdrücken, ohne einen Dämpfer mit Plattform zu verwenden? Fusion zeigt, wie es geht.
Fusion verzichtet als eine der wenigen Firmen auf den Einbau von Dämpfern mit Plattformtechnologie, stattdessen soll eine durchdachte Kinematik (Float-Link-System) mit schwebendem Dämpfer sämtliche Antriebseinflüsse eliminieren. Gerade uphill zeigen sich die Vorteile dieses Konzeptes: Hat man einmal den Luftdämpfer richtig eingestellt, spricht der Hinterbau unheimlich sensibel an, von den noch beachtlichen 153 Millimeter Federweg ist kaum etwas zu spüren. Der flache Sitzwinkel rückt zwar den Schwerpunkt nach hinten, dank der neuen absenkbaren Rock Shox Pike-Gabel und den eher kurzen Kettenstreben mutiert das vollschlanke Freak dennoch zu einem verhältnismäßig begabten Klettermax mit guter Traktion.
Pudelwohl fühlt man sich mit diesem Bike auf schnellen Schotter-Abfahrten. Sein wahres Potenzial spielt es allerdings auf engen verblockten Singletrails aus: Die kompakte Geometrie und der Lenkwinkel von 70 Grad ergeben eine überdurchschnittliche Wendigkeit, eine perfekt kontrollierbare Lebendigkeit ist die Folge.
Weder Gabel noch der vielleicht eine Spur zu progressive Dämpfer lassen sich überfordern, machen das Fusion im Gegenteil sogar Bikepark-tauglich, weil sie höhere Sprünge gut wegstecken. Und auch die restliche Ausstattung fügt sich nahtlos in den positiven Gesamteindruck. Schwalbes Fat Albert Reifen mit verstärkten Seitenwänden garantieren ausgezeichneten Halt und Pannen-Sicherheit. Sollte dennoch einmal die Luft ausgehen, ist der Ausbau des Vorderrads durch die Steckachse mit Schnellspanner ein Kinderspiel, lästiges Hantieren mit Inbusschlüsseln entfällt. Maguras Louise FR bewirken mit den 210 mm-Discs eine brachiale Bremswirkung, allerdings wirken die Bremsleitungen sehr exponiert und somit wunderbar. Somit ist das Fusion Freak ein Enduro-Bike für „heavy user“, die für fast grenzenlosen Spaß bergab gerne ein paar Schweißperlen mehr berauf investieren.
Einziges Manko scheinen die breiten S-förmigen Sitzstreben zu sein, an denen Biker mit größeren Füßen beim Pedalieren anstoßen. Zugegeben, der Preis ist nun auch nicht jedermanns Sache. Optional kann man sich aber auf der Homepage eine günstigere Variante des Viergelenkers zusammenstellen, insgesamt stehen 20 Möglichkeiten zur Auswahl.
Freak, Mountain Bike Rider, März 2005
Wenn ein Fusion bei uns im Test ist, langweilt uns das Feedback unserer Test-Crew schon beinahe: Denn auch diesmal erntet Fusions jüngster Spross „Freak” durchweg Lob: „top”, „super Bike”, großer „Will-haben-Faktor” – das sind die Kommentare dazu. Was hat das Fusion, was andere Bikes nicht haben? Zunächst einmal hat es eine makellose Ausstattung, die einen guten Kompromiss aus Haltbarkeit und moderatem Gewicht darstellt. Gute Fusion-Laufräder mit Sun-„Singletrack“-Felgen, hochwertige Schaltkomponenten aus den Häusern Shimano (XT) sowie Sram (XO, X-9) und eine leichte sowie funktionelle Rock Shox „Pike“ funktionieren und sorgen zusammen mit dem leichten Rahmen dafür, dass die Waage bei angenehmen 14,5 Kilo stehen bleibt. Das ist natürlich vor allem auf längeren Touren mit knackigen Anstiegen sehr angenehm. Mit dem „Freak“ ist es kein Problem, lange Ausfahrten in Angriff zu nehmen. Hier kommt der bewährte Float-Link-Hinterbau ins Spiel, der schon im Long Travel Bike „Whiplash“ überzeugen konnte: Trotz viel Federweg und ohne Platform-Dämpfer nervt kein lästiges Wippen, man kommt zügig voran und die Federung ist dennoch schön sensibel. Die wahren Vorzüge des Hinterbaus lernt man aber vor allem bergab schätzen: Hier sorgen 152 Millimeter Federweg für ein ruhiges Fahrverhalten und gute Kontrollierbarkeit. Der Dämpfer spricht sofort an und hat dank großem Luftvolumen eine angenehme Kennlinie, die vom Feeling her an einen Stahldämpfer herankommt. Die Rahmengeometrie passt ebenfalls und sorgt für Spaß auf Abfahrten und Single Trails. Wer mehr Wert auf die DH-Wertung legt, wird sich einen etwas kürzeren Vorbau wünschen. Außerdem wünschten sich einige Tester eine größere Bremsscheibe am Hinterrad. Gut für die Enduro-Wertung ist übrigens auch das durchgehende Sitzrohr für einen weiten Verstellbereich der Sattelhöhe. Fusion hat das Konzept „Long Travel Enduro“ jedenfalls nahezu optimal umgesetzt. Und wie immer, wenn wir ein Fusion testen, darf dieser Kommentar nicht fehlen: Gutes hat seinen Preis!
Fazit: Das „Freak“ ist eine super Umsetzung des Long-Travel-Enduro-Konzepts. Viel Federweg, eine stabile Ausstattung und trotzdem geringes Gewicht, das alles hat das Fusion. Der gute Hinterbau überzeugt uns und auch die Fahreigenschaften stimmen. Dafür muss man ein wenig tiefer in die Tasche greifen.
